87. Tipp: Wenn’s der Mitarbeiter einfach nicht kapiert

Ich saß mit einem Unternehmer zusammen und er erzählte mir
von seiner aktuellen (und wiederkehrenden) Problem-Situation:

„Was würden Sie tun? Ich sage immer wieder, wie das gemacht werden soll.
Ich sage das 199 Mal. Auch 200 Mal. Vielleicht ist dann der Ton nicht mehr
ganz freundlich. Aber das muss doch mal ankommen. Ich glaube, manche kapieren
es einfach nicht. Da macht’s dann auch keinen Sinn weiterzumachen.“

Ich habe die Situation, über die der Unternehmer so verärgert war, miterlebt.
Da lief tatsächlich einiges schief. Blöderweise nicht intern, sondern mit einem
Kunden. Einem jetzt verärgerten Kunden.

Der vielleicht weg ist – ebenso wie ein Mitarbeiter.
Der Unterschied dabei ist allerdings der, dass der Mitarbeiter unfreiwillig „abwandert“.

Auf meine Frage „Wie“ der Unternehmer seinen Mitarbeitern nahe bringt,
was sie wie tun sollen, antwortete er: „Ich sag’s ihnen halt und dann sollen sie
es so machen.“

Grundsätzlich eine annehmbare Idee – aber offensichtlich funktioniert sie nicht.

Was ist zu tun

.. wenn auch Sie Mitarbeiter haben, die’s einfach nicht „kapieren“?
Nun aus der Ferne betrachtet kann ich Ihnen natürlich keine individuelle Antwort
geben. Was ich Ihnen von hier aus gerne gebe, sind folgende Tipps:

1. Verstehen
Aus eigener Erfahrung weiß ich, die Sichtweise von einem Angestellten
und die von einem Unternehmer haben gar nichts miteinander zu tun.
Vergessen Sie’s also, dass Sie Ihrem Mitarbeiter etwas sagen
und dann hat er’s verstanden. Nicht, weil er dazu nicht die nötige Intelligenz besitzt,
sondern weil Sie beide sich in unterschiedlichen Welten bewegen.

2. Erarbeiten
Ich mag keine überlangen, ergebnislosen Meetings, aber ich bin ein großer Fan
von gemeinsamen Treffen, die informativ und zielorientiert sind.
Und bei dem die beteiligten Menschen ihr Gesicht wahren können.
Vielleicht dauert das manchem Unternehmer zu lange – Ihnen empfehle ich,
erarbeiten Sie das was Sie wollen gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern.

3. Anleiten
Sie haben bestimmt schon vom „Propheten im eigenen Land“ gehört.
Es kann gut funktionieren, dass Sie selber (oder Ihre Führungskräfte)
Veränderungen bei den Mitarbeitern herbei führen können.
+ Tipp: Je eher Sie mit dem Prozess beginnen,
um so erfolgreicher werden Sie damit sein +.
Da der Mensch Veränderungen meist recht verhalten gegenübersteht
(„Oh weh, meine Sicherheit geht verloren …“), rate ich Ihnen dazu,
dass von einem Externen und Neutralen machen zu lassen.

Bisher zeigt meine Erfahrung, dass das so funktioniert!
Schließlich muss der Wurm dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Mit der richtigen Vorgehensweise können Mitarbeiter unternehmerisch Handeln.

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Ela Starkmann – Telefon: (09 11) 2 55 88 20

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